Loewenzahn

Löwenzahn

Löwenzahn, Taraxacum officinale, wirkt sekretionsfördernd auf die Galle und harntreibend. Er gehört zu den Kräutern, die zur Blutreinigung und Entgiftung eingesetzt werden.

Löwenzahn Lebensraum

Der Löwenzahn ist in unseren Breiten sehr häufig anzutreffen. Man findet ihn sehr oft in der Nähe menschlicher Siedlungen. Den Gärtnern ist der Löwenzahn meist verhasst. Unverständlicherweise, ist er doch mehr ein Freund des Gärtners, als dessen Feind. Er sorgt für eine Verbesserung des Bodens und unterstützt Kulturpflanzen, wie die Erdbeere, in der Entwicklung ihrer Früchte. Nimmt er doch einmal überhand, kann man ihn vielseitig in der Küche verwenden. Vom Mineralstoff- und Vitamingehalt ist der Löwenzahn den kultivierten Salaten weit überlegen.

Beschreibung

Der zur Familie der Korbblütler gehörende Löwenzahn ist eine ausdauernde Pflanze mit rmit pfahlwurzelähnlichen, milchenden, außen rötlichen, innen weißen Wurzelstock. Den in grundständiger Rosette stehenden, schrotsägezähnigen, tief gespaltenen Blättern, verdankt der Löwenzahn seinen Namen. Die von April bis Oktober erscheinenden Korbblüten sind groß und goldgelb. Sie schließen sich abends und bei schlechtem Wetter. Die Früchte sind hellbraun mit weißen Schirm.

Traditionelle Verwendung vom Löwenzahn

Löwenzahn gilt seit alters her als blutreinigendes und magenwirksames Mittel. Man verwendet den Löwenzahn gern als Gemüse oder Saft. Die frischen jungen Löwenzahnblätter bilden die grundlage für einen, den Stoffwechsel anregenden, Frühlingssalat. Meist werden andere Frühjahrsblüher hinzugegeben. Besonder hübsch wird solch ein Salat, wenn er mit Gänseblümchen und Veilchen garniert wird. Beides Pflanzen, dieebenfalls sekretionsfördernd und belebend wirken. Löwenzahnsaft gilt als ausgezeichnetes Mittel zur Blutreinigung. In der Volksheilkunde verwendet man den Löwenzahn bei Leberbeschwerden wie Hepatitis, Leberschwellung und Gelbsucht, Entzündung der Gallenblase und der Gallengänge, Gallensteinen, Diabetes, Verdauungsbeschwerden, Flatulenz (Blähungen), Durchfall und Darmerschlaffung, Störungen des Kreislaufes, Arteriosklerose, Fettsucht, Rheuma, Gicht, Gastritis mit starker Schleimbildung (nach Kneipp), Hämorrhoiden, Hautunreinheiten, Pickel, Ausschläge, chronische Hauterkrankungen, Milzbeschwerden, entzündete Augen, Krampfadern, Nierenleiden und Hydrops (aufgrund seiner entwässernden Wirkung), sowie Krampfadern.

Für Heilzwecke wird Löwenzahn meist als Tee, Saft oder in Form von Extrakt, Sirup oder Tinktur eingenommen. Löwenzahntee erstellt man als Kaltauszug. Man übergiesst einen Teelöffel Löwenzahnkraut oder Löwenzahnwurzel mit 200ml kalten Wasser und lässt diesen Tee mindestens 8 Stunden stehen. Traditionell nahm man 2 Tassen täglich von diesem Tee, der immer wieder frisch zubereitet werden sollte. Äußerlich verwendete man den Tee bei Hautproblemen, indem man ihn auf die betroffenen Stellen auftrug.

Löwenzahnsaft erhält man durch auspressen der frischen Pflanze. Löwenzahnsaft kann pur eingenommen werden. Aus ihm lassen sich auch die verschiedensten Rezepte bereiten. So kann man ihn beispielsweise mit Zucker vermischen und unter leichten köcheln zum Sirup eindicken.

Weitere Rezepte und eine ausführliche Beschreibung finden Sie unter Heilpflanzenkatalog.net

Inhaltsstoffe

Sesquiterpenlacton-Bitterstoffe wie Taraxin, Eudesmanolide und Germacranolide, Triterpene wie das Taraxasterol und Homotaraxasterol, Flavonoide, Cumarine, Phenolcarbonsäuren, Phytosterole, Inulin (in der Wurzel bis zu 40%), Kalium, Vitamin D, A und C, Zucker, Schleim, Kautschuk, Fett, Wachs, Androsterol, Homoandroserol, Linolsäure.

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