Leberblümchen

Das Leberblümchen, Hepatica nobilis, ist eine ehemals offizinelle Heilpflanze, die heute, abseits der Homöopathie kaum noch Verwendung findet.

Leberblümchen Lebensraum

Das Leberblümchen ist nahezu in ganz Europa verbreitet und bevorzugt kalkhaltige Böden und schattige, buschige Orte, wie man sie in Laubwäldern vorfindet.

Beschreibung

Das Leberblümchen ist eine ausdauernde, bis zu 15 cm hohe Pflanze aus der Familie der Hahnenfussgewächse mit kräftigen, braunen Wurzelstock. Die Blätter sind grundständig, langgestielt, behaart, ledrig, am Grund herzförmig mit drei stumpfen Lappen. Die sehr schönen und auffälligen blaulila Blüten entwickeln sich meist vor den Blättern und stehen in Büscheln, wobei jede Blüte auf ihrem Stengel einzeln steht. An den Blüten ist das Leberblümchen im März leicht zu erkennen. Sie leuchten förmlich aus den Laubblättern hervor. Die einzelne Blüte wird von 6 bis 10 elliptischen, blaulila Kronenblättern umrandet. Oft sind diese Kronenblätter auch himmelblau, selten rosa oder weiß. Dicht unter der Blumenkrone sitzen charakteristisch drei kelchartige grüne Hüllenblättchen.

Die traditionelle Verwendung vom Leberblümchen

Traditionell wurden die getrockneten Blätter des Leberblümchen als adstringierendes und kräftigendes Mittel, hauptsächlich bei Leberleiden und Beschwerden der Galle verabreicht. Man empfahl Leberblümchen bei Leber- und Galleleiden, insbesondere Gallensteine und Gallengrieß, Milzschwellung, Leberschwellung, Gonorrhö, Tuberkulose, Erkrankung der Lunge sowie als Diureticum bei Nieren- und Blasenbeschwerden. Äußerlich diente das Leberblümchen zur Behandlung von Geschwülsten, Wunden, Geschwüren, Mandelentzündungen und Ausschlägen. Kimball empfahl das Kauen von Leberblümchen-Blättern zur Behandlung von chronischen Kehlkopf- und Lungenaffektionen.

Meist wurde aus den getrockneten Blättern ein Tee als Kaltauszug bereitet.Pro Tag 2 Teelöffel auf 200ml kaltes Wasser, 8 Stunden stehen lassen, anschliessend schluckweise trinken.

Inhaltsstoffe

Das Leberblümchen enthält Protoanemonin, Flavonoide, Saponine, Hepatilobin und Emulsin.

Toxikologie

Wie alle Hahnenfußgewächse, enthält das Leberblümchen Protoanemonin, jedoch in weitaus geringerer Menge. Es kann bei längeren Hautkontakt zur sogenannten Hahnenfußdermatitis führen. Innerlich führen frische Leberblümchenblätter zu Reizungen im Magen-Darm-Trakt, der Niere und der ableitenden Harnwege. Die getrockneten Leberblümchenblätter gelten bei massvoller Dosierung als unbedenklich.

Weiterführende Links

Eine ausführliche Beschreibung finden Sie im Heilpflanzenkatalog.net.

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