Knoblauch

Der Knoblauch ist eine alte Heilpflanze. Die ersten schriftlichen Belege für seine Verwendung liegen mehr als 5000 Jahre zurück. Im ehemaligen Sumer fand man ein Rezept mit Knoblauch, das 3000 Jahre vor unserer Zeitrechnung erstellt wurde.

Aus ungefähr der gleichen Zeit stammen Sanskrit Texte aus Indien, die den Knoblauch als Heilmittel beschreiben.

In Ägypten fand man die erste schriftliche Erwähung des Knoblauch im Papyrus Ebers, einem medizinischer Papyrus aus dem Jahre 1550 vor unserer Zeitrechnung.In ihm werden bereits 22 Anwendungen des Knoblauchs beschrieben.Er wurde beispielsweise bei Herzproblemen, Kopfschmerzen, Tumoren, Würmern und Bissen eingesetzt.

Bei den alten Griechen nutzten ihn die Athleten vor Wettkämpfen und die Soldaten aßen Knoblauch vor der Schlacht. Auf dem Schlachtfeld selbst gebrauchte man Knoblauch zur Verhinderung von Infektionen. Der Philosoph Hipocrates empfahl Knoblauch bei Infektionen, Krebs, Lepra und Verdauungsstörungen.

In der Ayurveda nutzte man den Knoblauch weniger als Heilmittel für eine bestimmte Krankheit. Knoblauch wurde vielmehr als ein Tonikum angesehen, das den gesamten Körper vorbeugend stärkt.

Ursprung des Knoblauchs

Ursprünglich stammt der Knoblauch aus Zentral-Asien. Mittlerweile ist er fast weltweit kultiviert. Als Voraussetzung für den Knoblauch wird allgemein fruchtbare Erde und ein warmes sonniges Klima angeführt.

Aus eigener Erfahrung kann ich jedoch schreiben, dass Knoblauch durchaus auf 800 Meter Höhe im rauhen, windigen Klima wächst

Die traditionelle und moderne Verwendung von Knoblauch

Im Altertum nutzte man den Knoblauch als Gewürz und Heilmittel. Er galt als darmdesinfizierend, wurmtötend, verdauungsfördernd und antibakteriell. In der modernen Medizin weiss man um seine lipidsenkenden, blutverflüssigenden und kleine Blutgerinsel auflösenden Wirkungen. Man nutzt ihn daher hauptsächlich zur Unterstützung diätischer Maßnahmen bei erhöhten Blutfettwerten und zur Vorbeugung von Infarkten.

In der Ayurveda schätzt man die Wirkung des Knoblauchs auf den Blutkreislauf, die Verdauung und die Nerven. Dennoch wird er mehr als ein Tonikum angesehen und nicht zur Behandlung einer speziellen Krankheit verwendet. Roher Knoblauch wird aufgrund seiner Immunsystem stärkenden Wirkung geschätzt. Direkt verordnet wird er sowohl roh als auch gekocht bei Hypercholesterinämie, Dyspepsie und Blähungen.

In unseren Breiten gibt es unendlich viele Rezepte und Beschreibungen für Heilanwendungen. So soll bei hartnäckigen Hautausschlägen ein Brei aus Knoblauch und Honig helfen. Gewöhnliche Traubenkirsche (Prunus padus) fein zerstossen mit Knoblauch und mit Honig vermengt soll auch beim schlimmsten Husten helfen. In weniger schweren Fällen soll Knoblauchsaft hilfreich sein. Man erhält ihn indem man Knoblauch stampft, mit Honig vermengt und über Nacht sehr warm stehen lässt. Beispielsweise auf einem Ofen.

In Leinöl gerösteter Knoblauch soll äußerlich bei Geschwüren helfen und bei Zahnschmerzen soll es helfen, sich über Nacht ein Stück Knoblauch in’s Ohr zu stecken.

Die Dosierung von Knoblauch

Frischer Knoblauch: 2 bis 5g
Getrocknetes Pulver: 0,5 bis 1,5g
Knoblauchöl: 2 bis 5mg
Extrakt: 1g

Landestypische Bezeichnungen

  • Englisch: Garlic
  • Hindi: Lasan
  • Sanskrit: Lasuna
  • Deutsch: Knoblauch
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