Katzenkralle

Katzenkralle, Uncaria tomentosa, ist eine in den tropischen Regionen Süd- und Zentralamerikas heimische Pflanze aus der Familie der Rubiaceae (Rötegewächse). Traditionell wird sie zur Behandlung von Asthma, Rheuma, Arthritis, Gastritis, Entzündungen des Urinaltraktes und Krebs eingesetzt.

Die Katzenkralle ist eine bis zu 30 Meter hohe, verholzende Kletterpflanze. Ihren Namen verdankt sie hakenähnlichen Dornen, die an eine Katzenkralle erinnern. Die Bezeichnung Katzenkralle verwendet man ebenfalls für die Art Uncaria guianensis, die Uncaria tomentosa sehr ähnlich ist. Im Gegensatz zu Uncaria tomentosa, die gelblich-weiße Blüten ausbildet, ist Uncaria guianensis etwas kleiner, schnellwüchsiger und bildet rötliche-orange Blüten. Auch im Verhältnis der Oxindol Alkaloide unterscheiden sich beide Arten.

Die Katzenkralle wird bereits seit über 2000 Jahren von den in Südamerika heimischen Indianerstämmen als Heilpflanze eingesetzt. Die Aschaninka (Asháninka) verwendeten sie nicht nur als Heilpflanze sondern auch als Verhütungsmittel. Dazu kochten sie ca. sechs Kilo Wurzeln der Katzenkralle in Wasser, bis ein hoch konzentrierter Sud entstand und sich die Flüssigkeit auf 250ml reduziert hatte. Die Aschaninka Frauen tranken dann drei aufeinander folgende Monate, während der Periode, jeden Tag eine so zubereitete Tasse Sud. Die konsequente Einnahme soll eine drei bis vier Jahre dauernde Unfruchtbarkeit bewirken.

In den 70-er Jahren des vorigen Jahrhunderts, wurde die Katzenkralle durch den Österreicher Dr. Keplinger auch in Europa bekannt. Dr. Keplinger behandelte Krebs- und AIDS-Patienten mit einem Extrakt aus Katzenkralle. Bei einem Grossteil der Patienten konnte, laut Keplinge, das Fortschreiten der Krankheit gestoppt werden. Der aus der Katzenkralle erstellte Extrakt zeigte ebenfalls bei Allergien, Neurobronchitis, Genitalherpes und Herpes Zoster Therapieerfolge. Als Grund für die positiven Wirkungen vermutet man die positiven und reinigenden Wirkungen auf den Darm und die stimulierende Wirkung auf das Immunsystem.

Seit den 90-er Jahren wird Katzenkralle als Extrakt oder in Kapselform in Europa vertrieben. Man verwedet sie als immunsystemstimulierendes Mittel oder als begleitende Therapie schwerer Krankheitsbilder. Insbesondere bei der Behandlung von AIDS und Krebs wird grosse Hoffung in die Katzenkralle gelegt. Fundierte und nachvollziehbare Studien über die Wirksamkeit der Katzenkralle bei der Behandlung dieser schwerwiegenden Krankheitsbilder gibt es jedoch nicht, so dass Aussagen darüber mit Vorsicht zu geniessen sind. Der Katzenkralle wird darüber hinaus aufgrund ihres positiven Einflusses auf das Immunsystem, ein sehr breites Wirkungsspektrum nachgesagt. Verantwortlich dafür sind unter anderem die in der Katzenkralle enthaltenen Oxindolalkaloide und die Sterole Beta-Sitosterol, Stigmasterol, und Campesterol. Sie wirken immunsystemstimulierend, krebshemmend, entzündungshemmend und zellreparierend.

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