Hoodia

Hoodia, Hoodia gordonii, ist eine saftreiche Pflanze (Sukkulente) aus der Familie der Apocynaceae (Hundsgiftgewächse). Sie verringert den Appetit und steigert gleichzeitig die Leistungsfähigkeit. Von den Eingeborenen der Kalahari-Wüste wird sie für lange Wanderungen eingenommen um quälendes Hungergefühl zu unterdrücken.

1937 wurde die Wirkung von Hoodia erstmals von einem Europäer berichtet, der die Lebensweise der San untersuchte. Er beobachtete, wie die Pflanze geschält und der innere, bitter schmeckende Teil, auf langen Wanderungen stückweise verzehrt wurde.

1963 wurde Hoodia erstmals wissenschaftlich untersucht. 1996 isolierte das Council for Scientific and Industrial Research (CSIR) mit Sitz in Südafrika ein Steroidglykosid, das dem Gehirn stets einen schon ausreichend hohen Blutzuckerspiegel vortäuscht. Man bezeichnete es als P57 und erwarb ein Patent darauf.

Lebensraum von Hoodia

Südliches Afrika, Namibia, Südafrika und Botswana. Hoodia gordonii bevorzugt sonnige Standorte mit felsigen oder sandigen Böden.

Beschreibung

Hoodia ist eine bis zu 60 cm hohe sukkulente Pflanze. Aufgrund ihres Aussehens wird sie oft fälschlich als Kaktus bezeichnet. Die Pflanze ist durchgehend mit röhrenförmigen Stacheln besetzt.

Traditionelle und moderne Verwendung von Hoodia

Hoodia wird zur Unterdrückung des Hungers und zur Leistungssteigerung eingenommen. Dazu schneidet man die Pflanze am Boden ab und schält sie. Der so erhaltene Fruchtkörper wird entweder in Scheiben geschnitten und getrocknet oder frisch stückweise verzehrt.

Hoodia gilt heute als die Pflanze zur Gewichtsreduzierung. Die Appetit hemmende Wirkung der Pflanze ist mittlerweile bewiesen. Abnehmen durch die Einnahme von P57 wird als nebenwirkungsfrei und sicher beschrieben. Eine synthetische Herstellung der Wirksubstanz scheint lukrativ, wurde aber aufgrund zu hoher Kosten verworfen.

Viele Quellen weisen darauf hin, dass lediglich die in der Kalahari Wüste geerntete Hoodia eine Wirkung aufweist. Problematisch ist auch die lange Wachstumszeit von fünf Jahren bevor Hoodia geerntet werden kann. Kultivierungen erwiesen sich aufgrund der Anfälligkeit der Pflanze gegen Pilzbefall als schwierig.

Studien zu Hoodia

2001 führte Phytopharm eine Doppelblind-Studie durch. Das Ergebnis war eindeutig. Die Probanden der Gruppe, die Hoodia P57 verabreicht bekam, nahmen im Schnitt täglich 1000 Kalorien weniger zu sich und bauten signifikant Körperfett ab. Nebenwirkungen wurden nicht beschrieben.

Hoodia kaufen

Sowohl Pflanzen als auch Präparate werden zum Kauf angeboten. Leider werden oft Hoodia Produkte verkauft, die keine Hoodia gordonii enthalten. So zeigte eine Untersuchung von 17 Präparaten in den USA bei 11 der Proben keine Wirkstoffe.

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