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Gynostemma pentaphyllum - Jiaogulan

Landesspezifische Bezeichnungen: jiaogulan, ji?og?lán, xiancao, immortal grass, herb of immortality, five-leaf ginseng, poor man's ginseng, miracle grass, fairy herb, sweet tea vine, gospel herb, amachazuru, dungkulcha, ???, ????????????, jiaogulan

Jiaogulan, Gynostemma pentaphyllum, ist eine in Asien heimische, schnell wachsende Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse.

Erste Hinweise über Jiaogulan, Gynostemma pentaphyllum, sind aus dem Jahre 1406 durch Zhu Xiao überliefert. Allerdings bezeichnet Zhu Xiao die Pflanze mehr als Nahrungsmittel denn als Heilpflanze. Erst 170 Jahre später finden sich die ersten Aufzeichnungen über Jiaogulan - Xiancao, Gynostemma pentaphyllum, in denen der Verfasser Li Shi-Zhen auch auf seine Verwendung als Heilkraut eingeht.

Jiaogulan, Gynostemma pentaphyllum

Die Nutzung von Jiaogulan, Gynostemma pentaphyllum, blieb lange Zeit auf die südliche Bergregion Zentralchinas beschränkt in der Jiaogulan (Xiancao), Gynostemma pentaphyllum, heimisch ist. Die Menschen, in dieser Region nutzen Jiaogulan bzw. Xiancao, Gynostemma pentaphyllum, seit jeher als Vitaltee. Die überaus hohe Anzahl über hundertjähriger wird auf den Konsum der Pflanze zurückgeführt. Daher auch die Bezeichnung Xiancao, Kraut der Unsterblichkeit.

In den 70-er Jahren stießen japanische Wissenschaftler auf der Suche nach einem alternativen Süssungsmittel auf Jiaogulan, Gynostemma pentaphyllum. In Japan war das Kürbisgewächs zu dieser Zeit unter der Bezeichnung Amachazuru bekannt. Was eine Zusammensetzung aus den Wörtern für süß, Tee und Wein darstellt. Amacha bezieht sich dabei auf den entstehenden süßen Geschack eines aus Jiaogulanblättern hergestellten Tees. Bei der eingehenden Untersuchung der Pflanze fand man Saponine, wie sie sonst ausschließlich in Gingseng vorkommen. Nicht nur der Umstand, in einer nicht mit dem Gingseng verwandten Pflanze Saponine zu finden, war erstaunlich. Noch viel erstaunlicher war, dass man in Jiaogulan 82 verschiedene Saponine fand, während im Gingseng gerade einmal 28 vorkommen.

Wirkung von Jiaogulan

Jiaogulan ist ein Adaptogen. Es wirkt also ausgleichend auf Körperfunktionen. Nachgewiesen wurden insbesondere folgende Wirkungen:

  • Cholesterinsenkend (LDL)
  • Oxidationshemmend
  • Immunsystemmodulierend
  • Leistungssteigernd

Pflege

Jiaogulan, Gynostemma pentaphyllum, ist eine relativ schnell wachsende und anspruchslose Pflanze. Der oftmals zu findende Hinweis, dass die Jiaogulan-Pflanze einen schattigen Standort bevorzugt, ist jedoch falsch. Jiaogulan, Gynostemma pentaphyllum, wird zwar auch im Schatten gedeihen, allerdings wird sich die Pflanze mit einem wesentlich langsameren Wachstum bedanken. Jiaogulan sollte man aus diesem Grund am besten einen halbschattigen Ort im Garten einrichten.

Jiaogulan, Gynostemma pentaphyllum, ist winterhart, allerdings stirbt im Winter der obere Teil der Pflanze ab. Die Pflanze treibt jedoch im Frühjahr wieder aus. Als Winterschutz sollte man im Herbst eine Mulchschicht aufbringen.

Alternativ kann Jiaogulan bzw. Xiancao auch als Topfpflanze im Haus stehen. Die Pflanze wächst so das ganze Jahr über. Bei der Topfkultur sollte man auf eine ordentliche Drainage achten. Dazu füllt man auf den Topfgrund feinen Kies, Tonkugeln oder Sand, bevor man die Erde auffüllt.

Viel Pflege benötigt die Pflanze nicht. Die Erde sollte aber durchgehend leicht feucht gehalten werden.

Vermehrung

Jioagulan entwickelt winzige Blüten, aus denen kleine schwarze wohlschmeckende Beeren entstehen. Zur Vermehrung mittels Samen benötigt man jedoch sowohl eine weibliche als auch eine männliche Pflanze.

Einfacher ist die Vermehrung durch Stecklinge. Dazu schneidet man einen Trieb ca. 2cm unterhalb einer Verzweigung ab und stellt den so erhaltenen Steckling in ein Glas mit Wasser. Der Steckling benötigt Tageslicht, direkte Sonneneinstrahlung sollte man jedoch vermeiden. Nach 2 - 3 Wochen haben sich Wurzeln gebildet so dass der Jiaogulan-Steckling in einen Topf mit Erde verpflanzt werden kann. Nach dem Eintopfen stülpt man ein Glas über die kleine Jiaogulanpflanze. Nach weiteren zwei Wochen kann man das Glas entfernen. Die Pflanze sollte dann bereits gut angewurzelt sein.

Verwendung

Besitzt man eine Pflanze, kann man die Blätter frisch kauen. Am besten auf nüchternen Magen. Durch die Saponine entfaltet sich je nach Höhe des Saponinanteils ein süßlicher, lakritzartiger Geschmack. Je intensiver der Geschmack um so höher ist der Anteil der Saponine und demzufolge die adaptogene Wirkung der Jiaogulan-Pflanze. Alternativ kann man sich aus frischen oder getrockneten Blättern einen Jiaogulan-Tee zubereiten. Auch der Tee entfaltet einen süßlichen, angenehmen Geschmack.

Bezugsquellen

Jiaogulan, Gynostemma pentaphyllum, kann man als Tee oder Pflanze beziehen. Aktuelle Bezugsquellen bitte im Forum erfragen.

Familie:Cucurbitaceae
Synonyme: Vitis pentaphylla
Heimisch: Asien: China, Japan, Korea. Bevorzugt im Dickicht im Wald oder an Wegen. In China bis zu einer Höhe von 300 Metern.
Inhaltsstoffe: Saponine (Gypenoside).
Pharmakologische Wirkung: Adaptogen - breite positive Wirkung, Cholesterinspiegelsenkend, vitalisierend, blutdrucksenkend, immunsystemregulierend, krebszellenhemmend.
Indikationen: Wie bei allen adaptogen wirkenden Pflanzen, sehr umfassend.
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