Guarana

In China erzählt man sich, dass der Ochsen-Gott von Gott den Auftrag erhielt, den Menschen mitzuteilen, dass sie alle drei Tage eine Mahlzeit zu sich nehmen sollten.

Da der Ochsen-Gott ziemlich zertreut war, übermittelte er den Menschen den Auftrag, jeden Tag drei Mahlzeiten zu sich zu nehmen. Das war eine Menge mit der Gott nicht gerechnet hatte und die die Menschen nicht selber erzeugen konnten. Als Strafe verurteilte er den Ochsen dazu, dem Menschen dabei zu helfen.

Damit endet die Geschichte schon. Es könnte aber auch gut sein, dass Gott Pflanzen auf die Welt brachte, die dem Menschen dabei helfen zu dem von ihm angedachten Essensumfang zurückzufinden. Eine dieser Pflanzen wäre sicher die Guaranaliane oder vielmehr die Samen, kurzum Guarana, Paullinia cupana. Denn Guarana dämpft die Wirkung auf das Hunger- und Durstgefühl. Guarana ist aus diesem Grund Bestandteil vieler Diätprodukte. Bedenkenlos in sich reinstopfen sollte man es dennoch nicht. Auch nicht, wenn man ein oder zwei Kilo zuviel auf die Waage bringt. Denn mit einem Koffeinanteil von 5 Prozent schlägt es Kaffee um das dreifache. Guarana enthält das wohl höchste Vorkommen an Methylxanthin, das die gleiche chemische Zusammensetzung wie Koffein aufweist und sich auch in der Wirkung nicht unterscheidet. Im Unterschied zum Kaffee hält die stimulierende Wirkung vonm Guarana jedoch viel länger an. Interessant ist in diesem Zusammenhang der Umstand dass es Menschen gibt, die selbst bei hohen Dosierungen von Guarana keinerlei stimulierende Wirkung verspüren.

Traditionell wird Guarana als Aphrodisiakum eingesetzt und medizinisch bei Verdaungsbeschwerden, Depression, Durchfall und Fieber verordnet.

Zubereitung von Guarana

Bei Guarana verwendet man die Samen indem man sie zu einem Pulver verarbeitet. Dazu kann man eine Mahlmaschine verwenden oder die Samen per Hand zu feinem Pulver zerstossen. Für eine Tasse nimmt man in der Regel 2 Samen. Die Zubereitung erfolgt wie bei Kaffee. Alternativ kann man das Pulver in Kapseln abfüllen.

Traditionell stellte man aus Guarana Guaranbrote, auch Bastao genannt, her. Dazu legte man die Früchte in Wasser um sie besser von den Samen trennen zu können. Die Samen röstete man danach leicht und zerstampfte sie mit Schale in einem Mörser zu einem feinen Pulver. Das Pulver vermischte man mit Maniostärkemehl oder Kakao und Wasser zu einem Teig, der als Guaranapaste bezeichnet wird. Die Guaranapaste ließ man an der Sonne oder am Feuer trocknen und konnte sie so gut lagern und transportieren. Ja nach Bedarf konnte man von diesem Guaranabrot jederzeit etwas abkratzen, mit Wasser vermengen und einnehmen.

Guarana kaufen

Guarana ist Mittlerweile in vielen stimulierenden Produkten zu finden und ohne Beschränkungen leicht zu kaufen.

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