Cannabis Kekse - Brownies
Cannabis Kekse - Brownies
Nachfolgendes Rezept ist eine Beobachtung aus Indien. Meine Frau hatte eine ziemliche Magenverstimmung. Wahrscheinlich hatte sie sich diesen Infekt durch verunreinigtes Essen zugezogen. Wir waren in Jaisalmer, der goldenen Stadt und bereiteten uns auf eine längere Tour durch die Wüste vor. Am Abend waren wir noch vor den Toren der Stadt und entdeckten einen Bang-Shop. In diesen Shops kann man Cannabisprodukte in allen möglichen Variationen kaufen. Wir lebten zu dieser Zeit in Indien und waren der Meinung, dass wir wie die Einheimischen, alles ausprobieren müssten. Ich muss gestehen, dass ich bis zu dieser Zeit noch nie Cannabis zu mir genommen hatte. Meine Frau übrigens auch nicht. Also gingen wir rein und bestellten einen Tee für uns beide zusammen. Wir unterhielten uns mit dem Inhaber. Im Laufe des Gespächs zeigte er mir, wie Cannabiskekse oder der Tee hergestellt werden. Wir tranken unseren Tee und ich versicherte ihm, dass wir am nächsten Tag wiederkommen um Cannabiskese für die Reise einzukaufen, wenn der Tee Wirkung zeigt. Was soll ich sagen. Der Tee zeigte Wirkung. Ich hatte nur eine halbe Tasse Tee intus. Meine Frau trank die andere Hälfte. Sie sah mich als quakenden Frosch und im Fenster eine Frau, die ihren dicken Hintern nach draußen streckte. Ich konnte mich nicht mehr einkriegen vor Lachen. Hinzu kam, dass die Magenverstimmung meiner Frau am nächsten Morgen weg war. Kekse haben wir uns trotzdem nicht geholt. Wer weiss, wo wir dann in der Wüste gelandet wären. Für uns war es ein netter Ausflug. Fürs Leben brauchen wir das sicher nicht. Denjenigen, den das Rezept interessiert, möchte ich es nicht vorenthalten. Abraten würde ich trotzdem. Man kann so etwas sehr leicht überdosieren, wie Dante im Beitrag über Cannabutter schon beschrieben hat.
Ich möchte nicht wissen, was mit meiner Frau und mir passiert wäre, wenn jeder einen ganzen Tee genommen hätte.
Zur Herstellung von Keksen aus Cannabis verwendete man in dem Shop Cannamehl das ausschließlich aus Cannabisblättern hergestellt wurde.
Cannamehl
Auf Nachfrage, ob denn nicht auch Blüten mit enthalten wären, wurde dies ausdrücklich verneint. Ich nehme mal an, dass die Blätter in Indien einen vergleichsweise hohen Gehalt an THC aufweisen. Zur Vorbereitung werden die Blätter gereinigt und getrocknet Die getrockneten Blätter werden anschließend zu einem feinen Pulver vermahlen, wobei darauf geachtet wird, dass der entstehende feine Staub nicht entweicht. In dem Bang-Shop hat man dazu schon elektrische Geräte verwendet. Das Ding sah aus wie eine Kaffeemaschine. Im Anschluß wurde das feine Pulver sorgsam durch ein Sieb gestrichen. Wobei eine Manschette dazu diente, den feinen Staub nicht verflüchtigen zu lassen. Für die Kekse nahm man 5 gestrichene Teelöffel des hergestellten Cannamehls.
Cannabiskekse
Außer den 5 gestrichenen Teelöffeln Cannamehl enthielten die Kekse ein halbes Stück Butter, ein Ei, 100gr Rohrzucker, 75gr Mehl und gemahlene Vanilleschote. Zur Verfeinerung gabs noch leckere Gewürze.
Im ersten Schritt vermischt man das Cannamehl, die Butter, den Zucker, das Ei und die Vanille. Das geschieht dort mit einer Art Mixer um eine gute Verteilung des Cannamehls zu gewährleisten. Zum Schluss gab man das Mehl und die ausgewählten Gewürze hinzu und knetete die Masse zu einem Teig. Von dem Teig wurden kleine dicke Fladen mit einem Durchmesser von ca. 5cm geformt, die dann goldgelb gebacken wurden.
Nochmals als Warnung. Ich habe das Rezept nie probiert. Wie bereits geschrieben, habe ich nicht einmal einen der Kekse aus dem Bang-Shop konsumiert. Das Rezept sollte deshalb eher als Orientierung dienen, was man sich in Indien in einem Bang-Shop reinzieht und dass man dort lieber erst einmal die Hälfte konsumiert. Wie bereits geschrieben, möchte ich mir nicht ausmalen, was passiert wäre, wenn meine Frau und ich die vorgesehene Dosis eingenommen hätten. Da ich keinerlei weitere praktische Erfahrung auf diesem Gebiet aufweise, kann ich auch nichts über das mir mitgeteilte Rezept sagen. Insbesondere nicht über die genaue Dosierung oder die Wirkung der Cannabiskekse. Interessant an dem Rezept ist, dass man bei der Zubereitung ausschließlich die Blätter verarbeitet hatte und das selbst diese Blätter eine solche Wirkung hervorriefen.

