Aztekisches Traumgras

Aztekisches Traumgras

Das Aztekische Traumgras, Calea zacatechichi, wird von den in Oaxaca lebenden Chontalindianern genutzt um prophetische Weissagungen in ihren Träumen zu erhalten. In jüngeren Studien konnte nachgewiesen werden, dass das Aztekisches Traumgras tatsächlich die Anzahl intensiver und klarer Träume erhöht.


Familie

Das Aztekisches Traumgras gehört zur Familie der Asteraceae (Korbblütler).

Landestypische Bezeichnungen für das Aztekische Traumgras

Amargosa, Aztekisches Traumgras, Bejuco chismuyo, Chapote, Chichicxihuitl, Chichixihuitl, Cochitzapotl, Dream herb, Falso simonillo, Hierba amarga, Hoja madre, Iztactzapotl, Jaral, Jaralillo, Juralillo, Mala hierba, Matasano, Mexikanisches Traumgras, Mexikanisches Traumkraut, Oaxaquena, Paiston, Poop taam ujts, Prodigiosa, Pux lat’em, Sacachcichic, Sacachichic, Sacatechichi, Simonillo, Techichic, Tepetlachichixihuitl, Thle-pelacano, Thle-pela-kano, Traumkraut, Tsuleek’ ethem, Tzicinil, Tzikin, Xikin, Xtsikinil, X-tzicinil, Yerba amarga, Zacachichi, Zacachichic, Zacate amargo, Zacate de perro, Zacatechi, Zacatechichi.

Botanische Beschreibung

Das Aztekische Traumgras ist ein verzweigtes, intensiv grün leuchtendes Kraut, das Wuchshöhen von bis zu 2 Metern erreicht. Die Blätter sind oval und am Rand gekräuselt. Junge Blätter des Traumkrauts weisen auf der Unterseite eine violette Färbung auf.

Verbreitungsgebiet für das Aztekische Traumgras

Zentralamerikanisches Hochland.

Wirkung

Duke’s Handbuch der Heilpflanzen beschreibt das Aztekische Traumgras als antiatherogen, antidiabetisch, entzündungshemmend, appetitanregend, astringent, bitter, ZNS-beruhigend, brecherregend, halluzinogen, antipyretisch, hypoglykämisch, oneirogenisch (trauminduzierend), abführend, magenstärkend und beruhigend.

Verwendung

Für die Chontalindianer ist das Aztekische Traumgras heilig. Sie bezeichnen es als thle-pela-kano “Blatt Gottes” und kochen aus den Blättern einen Sud. Der Sud dient den Curanderos (Heilern) als Mittel das ihnen ermöglicht, Weissagungen in ihren Träumen zu erhalten (Oneiromantik). Laut Rätsch verwenden die Curanderos ca. 60g getrocknete Blätter vom Aztekischen Traumgras zur Zubereitung des Suds und rauchen zusätzlich einen Joint aus den Traumgras-Blättern.

Für eine trauminduzierende Wirkung reicht ein Dekokt aus 30g getrockneter Blätter und einem halben Liter Wasser. Ein zusätzlich gerauchter Joint aus den getrockneten Traumgras Blättern verstärkt die Wirkung, die bereits nach 30 Minuten in Form eines entspannten Gefühls eintritt. Nach der Einnahme des bitter schmeckenden Suds sollte man sich in einen verdunkelten Raum legen oder zu Bett gehen. Ein Tee aus mehr als 30g wird als halluzinogen beschrieben.

In der mexikanischen Volksmedizin wird Aztekisches Traumgras zur Behandlung von Anorexia, Artheriosklerose, Erkrankung der Galle, Cholera, Kolik, Dermatose, Diabetes, Diarrhö, Verdauungsstörung, Hyperglykämie, Entzündung, Appetitlosigkeit, Fieber und Malaria verwendet.

Inhaltsstoffe Aztekisches Traumgras

1 ß-Acetoxy-Zacatechinolid, 1-Oxo-Zacatechinolid, Germacren 7, Caleicin I und 11, Caleocromen A und B, Calein A und B, Zexbrevin und Analoge, Budlein A, Acacetin, O-methyl-Acacetin.

Ersatzstoff und Fälschungsmittel

In der Literatur werden verschiedene “chemische” Rassen vom Aztekischen Traumgras beschrieben. Eine wird als psychoaktiv beschrieben, die andere nicht. Bei den Chontalindianern wird Aztekisches Traumgras dementsprechend in “gute” und “schlechte” Pflanzen unterteilt.

Anbau

Die Vermehrung vom Aztekischen Traumgras erfolgt durch Samen oder Stecklinge. Die Samen sollten von der Fruchthülle befreit und in humusreicher Erde gepflanzt werden. Sie sollten reichlich gegossen werden. Alternativ kann man sie vorkeimen lassen.

Aztekisches Traumgras kaufen

Aztekisches Traumgras kann man sowohl getrocknet als auch als Pflanze erwerben. Fragen zu Bezugsquellen können im Forum gestellt werden.

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